Roping
 
Sowie Hut und Stiefel ist auch das Rope ein nicht wegzudenkender Bestandteil der Cowboys. Der gekonnte und sichere Umgang mit dem Seil, das so genante Roping, erforderte unzählige Lern- und Trainingsstunden, aber ein guter Roper konnte auf jeder Ranch Arbeit finden.
 
 
Das Rope / Reata / Lasso
 
Die Bezeichnung Lasso ist nur im Deutschen etabliert und aus dem Spanischen Wort „Lazo = Schlinge“  Ende des 19. Jahrhunderts von Europäischen Publizisten übernommen. Die Bezeichnung Lasso würde von keinem echten Cowboy benutzt werden.
 
Bei der Rancharbeit  wurden zwei Haupttypen verwende. Die aus Rohleder geflochtene Reata und das Hanfseil. Ursprünglich wurde die Reata von den Mexikanischen und Spanischen Vaqueros benutzt und anfangs aus Büffel- später aus Wildleder gefertigt. Vier bis acht Lederstreifen wurden in mühevoller Handarbeit zusammen geflochten um eine Reata von ungefähr einem Zentimeter Durchmesser zu erhalten. Der Mann der diese Tätigkeit ausübte wurde „Reatero“ genannt und war ein angesehener Meisterhandwerke.
 

 

Nach dem Auswählen und gerben der Haute schnitt der Reatero das Leder in zweckmäßig breite Streifen welche mit gleichmäßiger Spannung verflochten wurden.
 
Reateros lernten ihr Handwerk meist vom Vater und widmeten einen Großteil ihrer Jugend der Vervollkommnung ihrer Fähigkeiten.
 
Ein Legende unter den Reateros der 1906 im Bundesstaat  Oregon Bekannte Pferdemann und Ranch Roper Bill Dorrance www.lesliedesmond.com/articles/us/people1.asp
 
 
Hanfseile kamen erst einige Jahre nach der Reata in den gebrauch. Hanfseile waren immer gedreht und nicht geflochten, problemlos in großen Mengen herzustellen und billiger als die lederne Reata. Auch wenn Hanfseile günstiger verkauft wurden hielt eine Reata bei guter Pflege meist fünf mal so lange wie ein Hanseile.
 

 
 
Einige Begriffsbestimmungen
 
Coiles, sind die aufgewickelten Seilringe in der linken Hand, bevor man sie zu einem Loop abwickelt.
 
Das Loop besteht aus drei Teilen:

  1. Honda, ist die Schlinge durch die das Lasso läuft.
  2. Spoke, ist der Teil zwischen Hand und Honda (das Seil läuft in diesem Teil doppelt).
  3. Tip, ist der unterste Teil des Loops der zu Boden zeigt.
  4. Base, ist die Bezeichnung für den von der Honda wagrecht zum gegenüber liegenden Teil des Seils abwärtz bis zum Tip.
  
 
 
Vom frühen Morgen, wenn er zur Remuda ging um sich ein Pferd für den Tag einzufangen, bis zum späten Abend hatte der Cowboy fast immer ein Rope in Reichweite, Meist hing es schon ordentlich zusammengerollt an seinem Sattel um es auf dem Trail stets griffbereit zu haben um ausbrechende Tiere einzufangen, im Schlamm stecken gebliebene Rinder oder Wagen herauszuziehen. Beim Roundup benutzte er das Rope um Kälber zum brennen einzufangen. Es musste stark genug sein um auch den heftigen Ruck eines 500- Kilogramm schweren Ochsen standzuhalten. In unerfahrenen Händen konnte ein Rope daher auch riskant sein. Ein „Greenhorn“ das in die losen Seilwindungen geriet konnte schnell in gefährliche Situationen geraten.
 

Die meiste Cowboys verbrachten einen beträchtlichen Teil ihrer Freizeit mit Wurfübungen, vergrößerten ihre Geschicklichkeit und vergnügten sich miteinfallsreichen Würfen. Auch in der heutigen zeit ist das Rope aus dem Cowboyleben nicht wegzudenken.

Roping erfreut sich auch im Freizeitbereich einer immer größeren Beliebtheit